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Info zu Kagetana

Schaue das aktuelle Video zu Kagetana - Skadoswerd oder informiere dich über die Hintergründe

Leitsatz

"Du sollst kein Schwert tragen, wenn du nicht auf den Tod vorbereitet bist"

Auf das Training bezogen: "Du solltest kein Schwert tragen, wenn du nicht bereit bist, den Schmerz eines Treffers hinzunehmen."

Kurse

Das Kagetana-Training findet jeden Montag von 20.00 - 21.30 im Trainingslokal, in Burgdorf, statt.

Detaillierte Infos zu den Kursen

Kagetana - Skadoswerd

Der Weg des Schattenschwerts

Der Weg des Schattenschwerts verkörpert einen chaotischen Haufen von Techniken verschiedener Herkunft. Der, wie der mittelalterliche Schwertkampf im Allgemeinen, als eine vielfältige, aber in sich geschlossene Mischung von Schwerthieben, -paraden, Tritten, Schlägen, Würgegriffen und Wurftechniken betrachtet werden kann.

Der Name dieses Kampfstils setzt sich aus den Worten Kage (jap. Schatten) und Katana (jap.Schwert/Klinge) zusammen, bzw Skado (altsächsisch für Schatten) und Swerd (altsächsisch für Schwert) wodurch das Wort; Kagetana/Skadoswert (Schattenschwert) entsteht. 

Das Training beinhaltet zahlreiche Techniken mit dem Schwert, aber auch mit anderen Waffen des Mittelalters. 

Der Schwertkampf steht im Vordergrund. Die Herkunft spielt hierbei nur eine geringe Rolle, es ist die Mischung der verschiedenen Stile und Techniken, die den Umgang mit dem Schwert prägen soll.  Somit ist jeder in der Lage seinen eigenen Schwertweg zu beschreiten.

Es ist also jedem/jeder frei gestellt, mit welcher Art und Anzahl von Schwertern er/sie kämpfen möchte. Das gilt auch für die Kampfweise. Nebst den Grundtechniken wird sich mit der Zeit herusstellen welcher Stil zu einem passt. Ob man sich nun mehr am europäischen Schwertkampf orientieren möchte oder ob man den japanischen Weg bevorzugt ist jedem selbst überlassen. Das Ziel ist jedoch, dass jeder seinen eigenen Stil "erfindet" und ihn im Training stets verbessern kann.

Info

Kabuto (Samuraihelm)
Barbuta (Beckenhaube)

Das Schwert, ist gleich unserem Körper, ein materielles Bindungsstück, das es uns ermöglicht, unseren Geist und unserer Seele auf dieser Welt zu entfalten.

Das Schwert, und somit auch die Schwertkunst, hat eine Tradition, die sehr lange zurück reicht.

In beinahe jeder Kultur und auf vielen schönen Ebenen dieser Erde, hatte das Schwert und hat bis heute, einen Standard, der von keiner anderen Waffe je erreicht wurde.

Die Schwertkunst die wir hier behandeln, fügt sich vorwiegend aus zwei kulturellen Kreisen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch mehr gemein haben, als man meint.

Ein essenzieller Bestandteil der Kagetana-Schule stammt aus dem feudalen Japan.

Nehmen wir zum Beispiel die Kultur Japans und die damit verbundene Kriegerkaste der Samurai. Diese Krieger und ihre Fürsten prägten nicht nur das damalige Japan, sondern auch den Weg des Schwertes. Es entstanden dutzende verschiedene Stile das Schwert zu führen. Viele dieser Schulen gingen mitsamt der Samurai-Ära im Jahre 1868 zugrunde. Nichtsdestotrotz hinterliessen uns die Samurai ein gewaltiges Erbe, das die Zeit überdauerte. So konnten sich manche Schulen trotz der Meiji-Restauration durchsetzen und fanden bestand in Kenjutsu, Kendo, Laido, und vielen weiteren Schwertwegen.

Zu erwähnen ist hierbei, dass Präzision und Schnelligkeit die Essenz der japanischen Schwertwege war und ist. Die Schule des Schattenschwerts, legt den Schwerpunkt ebenfalls auf ebendiese Attribute, sei es mit dem Schwert oder mit blossen Händen.

Ein ebenfalls prägendes Element der Kagetana Schwertkampfschule stammt aus einer völlig anderen Kultur, weit entfernt von dem Reich der aufgehenden Sonne. Die Rede ist vom sogenannten Abendland. Zur selben Zeit der Samurai-Epoche und auch bereits in geraumer Vorzeit, war das Schwert ein wichtiger Bestandteil der hiesigen Kultur.

Schon unter den Germanen war das Schwert weitaus mehr als lediglich eine Waffe. Es gab verschiedene Stile mit verschiedenen Typen von Schwertern; Sei es das Langsax, das germanische Spatha, das Langschwert, das Kurzschwert, griechische und Römische Spatha, das Bastardschwert (Anderthalbhänder) oder der mächtige Bidenhänder (Zweihänder). Es gab unbegrenzte Möglichkeiten, aus denen sich viele Kampfstile entwickelten. Wobei leider nur wenige die Zeit überdauern konnten. Viele gingen verloren, gerieten in Vergessenheit. Doch waren sie nicht vollends Verschwunden. Auch wenn nur wenige Fragmente und Erinnerungen an viele Teile dieser Kultur und jener Schwertwege noch existieren, so waren sie dennoch nicht gänzlich verloren.

Einige dieser Techniken und Weisheiten sind auch im Schattenschwert enthalten, in der Hoffnung, das der Schwertkampf mitsamt all seiner grossartigen Techniken, Stile und Erfahrungen auf ewig bestehen wird. Denn das Schwert war und ist weitaus mehr als eine Waffe. Es ist eine Möglichkeit, ein Weg, der uns an vielerlei Orten und Impressionen vorbeiführen wird. Es ist ein Weg der niemals enden wird und immer neue Überraschungen bereit hält. Das Schwert ist unser Begleiter auf diesem Weg, unser Gefährte und allem voran unser ewiger Lehrmeister. Denn man muss sich stets bewusst sein, das man die wichtigen, die wahrlich wesentlichen Elemente des Schwertkampfes nur vom Schwert selbst erlernen kann.

So vereinen sich die alten Techniken der Samurai aus dem fernen Osten, mit den Kenntnissen der Krieger aus dem Abendland. Angereichert mit eigenen Techniken entstand der Schwertkampfstil Kagetana. Was übersetzt „Schattenschwert“ bedeutet.

Somit ist das Schattenschwert ein neuartiger Stil, gleich eines jungen, kräftigen Baumes, der aber alte und gewaltige Wurzeln unter sich trägt.

Und diese Wurzeln nehmen wir uns zum Vorbild. Nicht nur im Kampf, sondern auch bei unserem Umfeld, denn…

…die Schwertkampfschule Kagetana trainiert nebst dem Dojo, auch im Freien. So wie es seit jeher Brauch war und ist. Die Natur gewährt uns nebst einem erholsamen und äusserst Lehrreichen Trainingsumfeld, auch dutzende Möglichkeiten, um den Geist zu schulen, den Körper zu stählen und die Technik zu verbessern.

Die Natur und das Schwert sind Lehrmeister, die uns mehr als nur den Umgang mit dem Schwert lehren. Daher ist es wichtig, dass wir dies nie vergessen und den Respekt und die Ehrerbietung an ebenjene weisen Lehrer niemals ausser Acht lassen. Denn die Natur ist unbeugsam und allgewaltig und ohne sie gäbe es weder uns, noch das Schwert. Und auch wenn wir das Schwert im Geiste und im Herzen tragen und vielleicht meinen irgendwann über seine materielle Form erhaben zu sein, so ist es dennoch der ewige Meister, der unseren Körper durch diese materielle Welt führt und uns den Weg des Schwertes weist.